Von uns

Sehr geehrte Gäste,

willkommen an einer der schönsten Stellen des altstädter Kessels am südlichen Abhang des Reichensteiner Gebirges in der Seehöhe von 1022 m. Hotel Paprsek mit dem ganzjährlichen Betrieb, Restaurant einschlieβlich, bietet das reiche Sportprogramm sowohl im Sommer als auch im Winter an.

Im Winter bieten wir drei 1000-1300 m lange Skipisten mit dem gröβten SNOW-PARK in der Tschechischen Republik, der Skischule und der Kinderskischule, den Ski- und Snowboardverleih, sowie den kostenlosen Parkplatz bei der Seilbahn und den Restaurants Vindoška an. Der Transport von Skiläufern ist durch die Seilbahn und einen kleineren Skizug gesichert.
In der Umgebung richten wir mehrmals wöchentlich über 70 km Abfahrtsstrecken her, Skispuren in Polen eingerechnet. Im Sommer wird Paprsek eine Kreuzung von touristischen und Radwegen, wieder mit Polen verbunden.

Historie der Hütte Paprsek

Die Hütte wurde in 1932 während nur 4 Monaten vom Mährisch-schlesischen Sudetenbergverein erbaut. Für die damalige Zeit war sie mit Luxus ausgestattet, sie hat mit Zentralheizung, eigener Elektrozentrale, mit Brunnen, kaltem und warmem Wasser in allen Zimmern disponiert. Die ursprüngliche Benennung war Schlesierhaus.

 

Gegenwart der Hütte Paprsek

Die Hütte disponiert durch Zwei-, Drei-, Vierbettzimmer mit Sozialeinrichtung, Fernseher und Internet, sowie durch Restaurant mit dem Ganztagsbetrieb, Speisesaal für Hotelgäste, Sauna, einen geräumigen Kinderspielraum, einen Trockenraum für Schuhe und Bekleidung. Eine panoramatische Terrasse führt auf die Wiese mit der Kapelle.

Historie und Gegenwart der Hütte Paprsek

Die beliebte touristische Hütte Paprsek befindet sich zwar im Reichensteiner Gebirge, aber mit ihrer Historie, Lage und auch touristisch gehört sie zum Gebiet von Jesenicer Bergbauden. Sie liegt an der rot bezeichneten touristischen Kammroute, die von Kralický Sněžník entlang der tschechisch-polnischen Grenze über Paprsek auf Ramzová und weiter auf den Hauptkämmen von Hrubý Jeseník führt.

In der Zeit, wann im ganzen Jesenicer Gebiet schon eine Reihe von touristischen Hütten gestanden hat und wann sich hier sogar zwei touristische Organisationen konkuriert haben (deutsche MSSGV und tschechische KČST), war diese relativ attraktive Landschaft zwischen Kralický Sněžník und Ramzová mit der Länge von über 25 km immer noch ohne touristisches Hinterland. Deshalb haben sich anfangs 30. Jahren Vertreter von MSSGV in Staré Město pod Sněžníkem entschieden in diesem Gebiet eine neue Berghütte zu erbauen, die den Touristen Erfrischung und Unterkunft bieten sollte. Bei der Auswahl der Stelle spielte eine groβe Rolle auch die Tatsache, dass dieses Gebiet von den Touristen nicht nur aus der tschechischen Seite der Grenze, sondern auch aus einem Teil von damaligen preuβischen Schlesien (heutiges Kladsko in Polen) besucht wurde.

Als eine ideale Stelle wurde eine ausgedehnte, in der Nähe der Grenze liegende und zugleich aus Staré Město leicht zugängliche Hochebene des Berges Titzhübel (heute Výhled – 1030 m) ausgewählt. Es hat sich hier auch ein sehr gutes Skigelände sowohl fürs Skifahren als auch fürs Skilaufen befunden. Die Stelle hat zugleich wunderschöne Aussichten in die Landschaft angeboten – im Westen auf die ganze Gruppe von Kralický Sněžník (der ist heute wegen des hohen Waldes nicht zu sehen), im Süden in den Tal der Flüsse Krupá und March und endlich auf den Kamm des Gebirges Hrubý Jeseník, das sich von Osten bis Süden (von Šerák über Praděd bis Pecný) ausbreitet.

Die grundlegende Vorstellung von Aussehen und Funktion der neuen Hütte haben Mitglieder der Sektion MSSGV in Staré Město verarbeitet. Die Hütte sollte die anspruchvollsten Touristenanforderungen erfüllen, deshalb wurde zur Selbsverständlichkeit die Instalation der Zentralheizung und Einführung des flieβenden Warm- und Kaltwassers. In der Nähe der Hütte sollte eigenes Wasserkraftwerk errichtet werden, der die Hütte mit dem elektrischen Strom versorgen sollte. Das gesamte Bauprojekt wurde dem Baumeister Otto Held aus Hanušovice anvertraut. Vor dem Bau war es noch nötig, das Grundstück zu kaufen, und hauptsächlich – durch die Organisierung der öffentlichen Sammlung den nötigen Geldbeitrag zu gewinnen. Ausreichende Sammlungen, bei denen der erforderliche Geldbeitrag zum Ausbau der Hütte und des Wasserkraftwerkes wirklich eingesammelt wurde, verliefen in 1931. Bei dieser Gelegenheit muss bemerkt werden, dass die Sammlung in einer sehr ungünstigen Zeit verlaufen ist, wann in der ganzen Welt die groβe wirtschaftliche Krisis geherrscht hat, von der besonders Grenzgebiete des tschechischen Staates betroffen waren, und desto mehr muss man das Ergebniss der Sammung schätzen.

Im Herbst desgleichen Jahres hat der Bund das Gesuch ums Einkaufen des Grundstückes genehmigt und seinen Vorsitzenden Dr. Herbert Buhl beautragt, im Namen des Bundes bei den Behörden einerseits schnellen Abverkauf des Grunstücks, anderseits Baugenehmigung der neuen Berghütte durchzusetzen. Nach schwierigen Verhandlungen hat dann die Forstverwandlung den Aufbau des neuen touristischen Weges auf den Berg Výhled genehmigt, befahrbar sogar auch für Autos. Der Bau der Hütte wurde der Firma Gebrüder Vodička aus Staré Město anvertraut, die Arbeiten haben schon im Mai 1932 begonnen. Im Juni wurde schon der Wasserkraftwerk gebaut und die Wasserleitung eingeführt. Der Baudurchlauf war rasch und Ende Juli sind schon die Beendigungsarbeiten verlaufen. Die feierliche Eröffnung der Hütte fand am Sonntag 21. August 1932 statt. Der Termin wurde so ausgewählt, damit er sich mit keinem Feiertag und keiner Feier in der Umgebung deckt, um eine häufige Besucherteilnahme gesichert wurde.

Der Bau
Mai 1932, der Bau ist im vollen Gange

Die neue in der Höhe von 1022 m liegende Berghütte bekam den Namen Schlesierhaus (Slezský dům). Die eigentlichen Feierlichkeiten begannen schon unter der groβen Gästeteilnahme am Samstag gegen Abend. Vor der geschmückten Hütte wurde ein groβes Lagerfeuer angezündet, das mit den Leuchtraketen und Leuchtkugeln ergänzt wurde, die um 20.30 abgeschossen wurden. Auch weitere Berghütten von den benachbarten Bergen haben mit den brennenden Feuern die neue Hütte begrüsst. In der Einleitungsansprache am Feuer hat der Lehrer Coulon aus Kunčice den Bauverlauf der Hütte rekapituliert und hat die Rolle der  Familie Buhl und des Baumeisters Vodička hervorgehoben. Zugleich hat er sich bei allen Bauarbeitern bedankt. Am Sonntag vormittag bei sonnigem Wetter begrüsste die Tochter des Bürgermeisters Buhl den Weihbischof  Dr. Josef Schinzel. Anwesend waren auch Delegationen aus benachbarten Sektionen MSSGV – aus Rýmařov, Breslau (heutiges Wroclaw), Gliwic, aber auch Besucher aus Wien und Berlin. Weitere Delegationen sind aus der breiten Umgebung gekommen, z.B. aus Vápenné (59 Menschen), Krnov (30), Opava (40) usw. Alle wurden mit den Liedern des Gesangchors aus Staré Město begrüsst. Danach hat der Bischof Schinzel die feierliche Messe für Beteiligte abgedient und hat das neue Objekt eingeweiht.

Die Hütte selbst (resp. das Berghotel) war zu dieser Zeit auβergewöhnlich gut ausgestattet sowohl für Sommertouristik als auch für Wintersportarten. Zum ersten Mieter wurde Johann Schnaubelt. Auβer Restaurationsräume disponierte die Hütte durch 8 Gästezimmer mit 40 Betten und durch zwei Touristenherbergen mit weiteren 36 Betten. Hierher wurde die Wasserleitung mit kaltem und warmem Wasser und eigener Strom eingeführt. Sie diente zur Erholung von Touristen, die sowohl aus Kralický Sněžník von der damaligen Liechtenstein-Hütte, als auch aus Ramzová und Petříkov gewandert sind. Mit dem Auto konnte man bis Velké Vrbno kommen, von hier hat eine weitere Besteigung nur noch 25 Minuten gedauert. Besucher aus der Gegenseite der Grenze sind  aus Bielenthal über Neues Bielendorf  durch den Tal der Flusses Biala gestiegen. Die Baude wurde bald zum beliebten touristischen Ziel. Die Besucheranzahl ist weder im Winter gesunken, denn sie wurde zum Skizentrum.

Nach einem historischen Foto (in der Überschrift des Artikels) hat man in der Nähe der Hütte sogar das Getreide angebaut. Die deutsche Historie des Schlesier Haus endet im Mai 1945, wann Berghütten in die Hände des tschechischen Staates übergehen. Die Hütte bekommt in dieser Zeit die neue Benennung „Zum Eden“. Diese Benennung hängt sowohl mit der Nähe des Naturschutzgebiets Ráj – Eden an den Abhängen des Grenzgipfels Jivina als auch mit dem wunderschönen Milieu der Hütte zusammen. In dieser Zeit haben sich hier mehrere Mieter gewechselt. Nach 1948 geht die Hütte ins Eigentum von Jednota, dann in die Hände der Staatsforstverwaltung über und zuletzt wird für lange Jahre zum Eigentum des Betriebs TOS Olomouc unter dem Namen Hütte Paprsek. Nach kleineren Bauveränderungen hat zur Erholung von Betriebsangestellten gedient. Auβerdem hat sie als eine von wenigen ähnlichen Einrichtungen ihre Dienstleistungen auch neugekommenen Gästen – zufälligen Touristen oder Skiläufern angeboten. Hütte Paprsek ist immernoch das beliebte Ziel der Bergebesucher geblieben.

In der zweiten Hälfte 70. Jahren  wurde die Kapazität der Hütte durch den Aufbau eines neuen Gebäudes in ihrer Nachbarschaft   verbreitet. Das hat zu zwei Dritteln für die Personalunterkunft, der Rest als Repräsentationsapartements für VIP-Gäste gedient. Die Hütte hatte damals Kapazität für 54 Gäste in Zwei-, Drei- und Vierbettzimmern. In ihrer Nähe wurde auf eigener Übungswiese ein 500m langer Skilift mit dem Höhenunterschied von hundert Metern gebaut, der hier bisher gefehlt hat. So wurde die Möglichkeit für Skilaufen direkt an der Hütte gewährleistet und zugleich das Abwandern von Skiläufern nach Petříkov unterbrochen. Die Hütte hat sich ihr ursprüngliches Aussehen erhalten. Gebäude, die damals zum Betriebseigentum als ihre Erholungseinrichtungen gehörten, waren nämlich sehr gut instand gehalten, so mussten sie nicht mit groβen Kosten rekonstruiert oder sogar umgebaut werden. Bei Paprsek wurde im Verlauf der Zeit nur eine groβe Aussichtsterrasse vor der Front der Hauses zugebaut.

Die Umwandlung der Eigentumsvehältnisse nach 1989 hat sich auch der Hütte Paprsek nicht vermieden – am 1.Mai 1993 hat sie Firma Mika GmbH gewonnen. Der neue Inhaber Herr Miloslav Mika hat Menge und Qualität der angebotenen Dienstleistungen verbreitet. Seit dem 31. Mai 1993 wurde hier eine Sauna geöffnet. In der Sommersaison haben hiesige Gäste Möglichkeit zum Spazierritt. Innere Ausstattung der Hütte entspricht völlig den Bedürfnissen sowohl von untergebrachten Gästen als auch von Touristen. Im Speisesaal mit dem Bierauschank stehen 70 Plätze zur Verfügung und weitere 40 Plätze befinden sich im Speiseaal für untergebrachte Gäste. Angenehm zu sitzen ist im Sommer und bei schönem Wetter auch im Winter auf der Terrasse mit der Aussicht auf Jeseníky (Gesenke) und in den Tal zu Velké Vrbno.

Ihr Service will die neue Leitung noch verbreiten. Es wurde ein neues Bauprojekt für einen weiteren Skilift mit der Länge 1 km für anspruchsvollere Abfahrtsläufer ausgearbeitet.

In der Nähe der Hütte befindet sich eine Kreuzung von drei touristischen Routen. Die grüne Markierung führt über Větrov und Starý kopec direkt nach Staré Město (7km). Die gelbe Markierung steigt über Velké Vrbno bis zum Tal der Bärenschlucht herab, wo sich die Route mit der blauen Markierung kreuzt (die führt aus Adamovský Tal wieder nach Staré Město) und setzt nach Branná, eine altertümliche und historische Stadt, fort. Bis jetzt steht hier eine alte Burg Kolštejn (aus dem deutschen Goldstein), ursprünglich den alten Handelsweg aus Mähren nach Schlesien bewachende. (die Grenze von Schlesien führt über Ramzovské sedlo). Die Burg ist seit einigen Jahren restauriert, denn sie ist sehr verkommen.

Meist ausgenützte Route der roten Markierung führt nach 20 km entfernten Králický Sněžník  über Medvědí bouda (Bärenhütte) unter dem Kunčický Kamm (1066 m) zur Grenzhütte und auf dem Grenzberg (945m) berührt sie zum erstenmal die tschechisch-polnische Grenze, entlang der sie nach der Schichtenlinie des höchsten Gebirges der gleichnamigen Berggruppe – Králický Sněžník (1423 m) führt. Unter seinem Gipfel stand bis 1971 sog. Liechtenstein-Hütte und auf dem Gipfel bis 1973 ein Steinaussichtsturm. Beide Bauten mussten dann für gesamteVerkommenheit hinweggerissen werden. Auf dem Gipfel ist nur ein kleines Denkmal des Elefanten geblieben, das die Berührungsgrenze von drei historischen Ländern – Böhmen, Mähren und Schesien symbolisiert. Unter dem Gipfel befindet sich die Quelle des gröβten mährischen Flusses March.

Mehr benutzbar ist aber die Route von Paprsek auf Ramzová, genauer aus Ramzová zu Paprsek. Ramzová ist jedoch für seine leichte Zugänglichkeit mit Auto, Zug und Bus der Ausgangspunkt für touristische Routen in Gesenke und Reichensteiner Gebirge. Die Route zum 7 km entfernten Paprsek führt zuerst über beliebtes Skizentrum Petříkov, wo sich mehrere Skilifte, die Station des Bergrettungsdienstes und eine ganze Reihe von Betriebshütten befinden. Hinter Petříkov erhebt sich der Weg auf Trnová hora (1001 km) und um Císařská bouda (Kaiserbaude) zielt er direkt zur Hütte Paprsek.